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Ankara: Bewaffneter Angriff auf die Partei der Arbeit (EMEP)

 

Unbekannter verübt bewaffneten Angriff auf das Parteizentrale der EMEP (Partei der Arbeit) in Ankara. Parteivorstand sieht darin einen Einschüchterungsversuch gegen die seit Wochen andauernden Streiks der Arbeiter.

 

Am Sonntag, kurz nach 13.00 Uhr klingelte es an der Tür des Parteibüros der EMEP auf der Sezenler Strasse in Ankara. Als Cem Gurbetoglu, der Vorstandsmitglied des Jugendverbandes der EMEP die Tür öffnete, schoss ein Unbekannter ohne Vorwarnung auf den jungen Mann und rannte davon. Der 25jährige Student wurde glücklicherweise nur am Bein verletzt und konnte von Freunden in das nahegelegen Hacettepe Krankenhaus gebracht werden. Eine Lebensgefahr bestand nicht, erklärten die Ärzte.

 

Die eintreffende Polizei sperrte zur Spurensicherung für mehrere Stunden das Parteibüro ab und verhinderte ein Ein- und Ausgehen. In dieser Zeit versammelten sich vor dem Gebäude Sympathisanten, Parteimitglieder und Menschen aus Gewerkschaften und anderen Organisationen. Umut Yilmaz Deveci, der Bezirksvorsitzende der EMEP, der die Tat beobachtet hatte, verlas vor versammelter Menge eine Presseerklärung. “Unsere Partei, ist die Partei der Werktätigen. Ihre Interessen und Ziele sind auch unsere. Wer immer der Täter auch war, der Angriff galt den Werktätigen im ganzen Land”, erklärte Deveci.

 

Der Parteivorsitzende der EMEP, Levent Tüzel sagte, dass die Werktätigen des Landes den Tätern eine angemessene Antwort auf diesen Angriff geben werden. “Wir verurteilen diesen heimtückischen Anschlag auf unsere Parteizentrale. Welche Kräfte hinter diesem Anschlag stecken ist noch unbekannt. Unsere Ziele und unser politischer Kampf sind nach wie vor klar. Die EMEP ist gegen die kriegerische Politik der USA. Die EMEP stellt sich den folternden Kindermördern entgegen. Die EMEP ist gegen die Privatisierung und steht an der Seite der streikenden SEKA Arbeiter. Die EMEP steht an der Seite des palästinensischen und irakischen Volkes. Wer immer nach dem Brot der Werktätigen trachtet, gegen den kämpfen wir. Und wer immer auch hinter diesem Anschlag steckt, der wird sich von unserer Politik gestört gefühlt haben. Ich denke, dass die Kräfte der Arbeit und Demokratie den Tätern eine angemessene Antwort geben werden”,  sagte der Vorsitzende.

28.2.2005