Verein zur Förderung der Medien- und Pressefreiheit in der Türkei EMEK Solidarität e.V.

 

                                                                                             Niedenstein, den 03.März 2005

 

An die

Emegin Partisi (EMEP)

 

Istanbul/TÜRKEI

Per Fax: 0090 212 5884341

 

Liebe Freundinnen und Freunde der EMEP, der Partei der Arbeit,

 

auch in Deutschland ist der Anschlag auf Eure Zentrale in Ankara schnell bekannt ge- worden. Mit Empörung haben  wir den Mordanschlag auf Cem Gurbetoglu, der mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, zur Kenntnis nehmen müssen.

Wir müssen feststellen, dass die Zusicherungen der türkischen Regierung demokratische Verhältnisse und Rechtstaatlichkeit einzuhalten, mit den Tatsachen in Eurem Land keineswegs übereinstimmen. Wir wissen von den Attentaten und Morden in Kiziltepe und Mersin, und wir haben auch von den ungeklärten Todesfällen in Istanbuler Polizeistationen gehört.

Trotz der Verschleierungsstrategien der Massenmedien in Deutschland und der Türkei sind wir über die Abwehrkämpfe der Arbeiter bei SEKA und TEKEL informiert, und verfolgen mit große Sympathie, dass sie gegen die vom IWF und der EU geforderten Privatisierungen  und damit für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze kämpfen.

Wir wissen auch, dass Ihr ein Teil dieser klassenbewussten Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung seid. Für uns ist offensichtlich, dass Eure solidarische Unterstützung der Arbeiter und der kämpferischen Gewerkschaften, den Angriff auf Eure Zentrale nach sich gezogen hat. Ebenso sind die staatlichen Angriffe auf die gewerkschaftsnahe Presse und  auf einzelne Gewerkschaften in diesem Zusammenhang zu sehen.

In den letzen Tagen haben wir in der Kasseler Region mit Kolleginnen und Kollegen der Einzelgewerkschaften im DGB über diese Vorkommnisse in der Türkei gesprochen und Informationen verteilt. Das Meinungsbild war sehr einheitlich: Wir wünschen Euch, den Arbeitern in den Betrieben sowie Ihren Gewerkschaften Durchhaltewillen und  Erfolg in der Auseinandersetzung für Eure politischen und sozialen Rechte.  Für fühlen uns mit Eurem Kampf solidarisch verbunden.

Mitglieder im EMEK- Solidaritätsverein organisieren mit dem DGB- Nordhessen in diesen Tagen ein Seminar mit türkischen Gewerkschaftern in Istanbul. Wenn wir im Juni zu Euch kommen werden, hoffen und wünschen wir Euch, dass Ihr uns über Erfolge in Euren Kämpfen berichten könnt.

 

Mit herzlichen und solidarischen Grüßen und

Yasasin enternasyonal dayanisma !!

 

 

 

                                                                                                           Wilhelm Frohn

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EMEK Solidarität e.V.         Wilhelm Frohn, Vorsitzender                                                   Büroadresse:  EMEK Solidarität e. V.

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