„Isolationshaft ist ein Werk der NATO“ 

Ende Dezember 2000 besuchte eine Delegation aus Griechenland die Türkei, um sich über die Massaker in den Gefängnissen zu Informieren und sich mit den demokratischen Kräften zu solidarisieren. Die Delegierten besuchten verschiedene Institutionen und Informierten sich über die aktuelle Lage. Anschließend bei einer Pressekonferenz im Menschenrechtsverein IHD erklärte der Delegationsteilnehmer Audonis Andipos (Gewerkschafter):

„In der Türkei wurde ein Massaker verwirklicht. Menschen wurden ermordet und verbrannt. Viele Völker weltweit protestierten gegen das Massaker. Nur von den Vertretern der EU war kein einziger Protest zu hören. Das Kapital hat wieder mal seine Interessen vor Menschenrechtsverletzungen in der Türkei gestellt.„ Eine sehr triftige Bezeichnung. Angeblich wollen die EU und die USA die Verbesserung der Menschenrechte in der Türkei vorantreiben. Für die Mitgliedschaft in die EU werden bestimmte Standards gesetzt. Aber gegen die Verbrennung am lebendigen Leib, gegen die Ermordung von Dutzenden Menschen ziehen sie vor zu schweigen. Sie unterstützen sogar die Razzien. 

Der Sprecher des Friedensvereins Griechenlands Fatiatis Nikos erklärte: „Das Anti-Terror-Gesetzt, das seit 1991 Gültigkeit hat, ist im Grunde ein Gesetz des Terrors. Ein ähnliches Gesetz gibt es auch in Griechenland. Wir nennen es das Gesetz des Terrors. 1980 haben die USA allen NATO-Mitgliedsstaaten diese Gesetze vorgeschrieben. In allen NATO-Mitgliedsstaaten existieren solche Gesetze und F-Typ-Gefängnisse und Isolationshaft. Das Massaker und der Terror in den Gefängnissen ist eine Haltung, die von imperialistischen Ländern mitbestimmt wird... Nur ein erbitterter Kampf gegen den Imperialismus kann diese Terrorgesetze und Isolationshaft beenden“.

Die Delegationsmitglieder aus Griechenland haben die Ereignisse in der Türkei besser begriffen als viele von uns. Sie betrachten die Entwicklungen aus der Sicht der Werktätigen. Übrigens, das Hauptargument der türkischen Regierung für Typ-F ist es europäischen Standards einführen zu wollen. Es sei nicht zeitgemäß Gefangene in Großräumen zu unterbringen. Auch die EU hatte die Türkei dazu aufgefordert, die Gefängnisse zu modernisieren