Staatshaushalte richten sich nach den Bedürfnissen der Armee

 (Evrensel 24.12.01)

  Nach der Aussagen des internationalen Instituts für strategische Forschung (Hauptsitz in London), heißt es, das es in Jahren 1994 –1999, unter den Nato-Mitgliederstaaten nur die Türkei und Griechenland die Anzahl ihrer Soldaten erhöhten. In der Dezemberausgabe des Nato-Magazins wurde in Form einer Statistik veröffentlicht, welche Ausgaben die Mitgliederstaaten für die ‘Verteidigung’ haben. Dabei haben sie sich auf die Angaben in dem Buch: ‘Militärisches Gleichgewicht’ berufen, welches vom Institut herausgebracht wurde (Vgl. Kapitel: bewaffnete Streitmächte). Es wurde dabei auch aufgezeigt und verglichen, welche Anteile vom Bruttosozialprodukt von 1994 – 1999 für die ‘Verteidigung’ und militärische Forschung ausgegeben wurden.

Zweitgrößte Armee

Die USA  haben mit einer Million und 371.500 Soldaten die größte Streitmacht unter den 19 NATO – Mitgliederstaaten. Mit 639.000 Soldaten und damit die  zweitgrößte Armee besitzt  die Türkei. Mit 332.500 hat Deutschland ähnlch viel wie  Frankreich mit 370.000 Soldaten. Luxemburg dagegen hat mit 800 Soldaten die kleinste Armee. Bei den meisten Nato – Mitgliederstaaten ist in den Jahren 1994 – 1999 ein Rückgang an Soldaten zu verzeichnen. Ausnahmestaaten sind Türkei und Griechenland. 1994 besaß die Türkei 503.800, 1999 dagegen 639.000 Soldaten. Griechenland hatte 1994  159.300 und 1999 dagegen 165.600 Soldaten.

Die größten Ausgaben hat die Türkei

Auch was die Ausgaben für das Militär angeht, hat die Türkei 1999 mit 5.5% vom Bruttosozialprodukt den ersten Rang unter den Mitgliederstaaten erreicht. Von 1994 – 1999 haben alle übrigen Staaten ihre Ausgaben gekürzt. Beispiel Griechenland 5.7% 1994, 1999 dagegen 5%. Unter den Nichtmitgliederstaaten ist statistisch hervorzuheben, dass Russland von 1994 – 1999 die Anzahl ihrer Soldaten von einer Million auf 700.000 verkleinert hat, jedoch noch immer über die größte Streitmacht verfügt. Obwohl viele Länder ihre Armeen verkleinerten, haben Armenien, Georgien, Tadschikistan und Usbekistan ihre Armeen vergrößert.¨